Die Innenseite des (billigen) T-Shirt!

Vergangene Woche hat das verantwortliche Gremium, bestehend aus 25 Vertretern des Staates, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit 20 Stimmen den monatlichen Mindestlohn in der Textilindustrie per 1. Oktober auf 61 US $ angehoben.


Diese Woche haben nun mehr als 10’000 TextilarbeiterInnen für noch eine stärkere Anhebung des Lohnes wöhrend ein paar Stunden gestreikt. Hingegen sind die gegen 200’00 Staatsangestellten und die über 100’000 Armeeangehörigen (noch) recht still in der politischen Auseinandersetzung um höhere Gehälter.

In einzelnen Fällen sollen Soldaten, Beamte und Lehrer einiges weniger ausbezahlt bekommen als den Minimallohn in der Textilindustrie. Einzelne Betroffene berichten von 35 – 45 USD pro Monat für Lehrer und Soldaten. Eine Lehrerin aus Phnom Penh hat sich deshalb einen mobilen Lebensmittelladen angeschafft und kann so ein paar Dollar zum Überleben ihrer Familie dazu verdienen.

Ein Anästesiologe an einem Militärspital soll eigenen Angaben zufolge gerade 70 USD im Monat Sold kriegen, was für seine fünf Kinder umfassende Familie bei weitem nicht reiche. So arbeite er in seiner Freizeit halt schwarz in privaten Kliniken. Aber öffentlich wolle er sich über seinen schlechten Lohn nicht beklagen, er sei ja angestellt und  seinen Arbeitsplatz nicht verlieren.

Bis bald aus dem Billigstlohnland Kambodscha.

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